Nord - Ostsee Tour

 

 

Montag, 15.10.2012

 

Heute starten wir zu unserer letzten größeren Tour in diesem Jahr. Wir wollen 7 Tage Richtung Norden.
Gegen 9.30 Uhr verlassen wir Berlin und landen um 13.00 Uhr in der Hansestadt Wismar

in Mecklenburg-Vorpommern. Wir steuern den Stellplatz am Schiffbauerdamm unweit des alten Hafens und der Altstadt an.

Wir sind überrascht, dass der Platz um die Zeit noch so gut besucht ist.

Stellplatz am Schiffbauerdamm
Stellplatz am Schiffbauerdamm

Sofort machen wir uns zu einer Stadtbesichtigung auf. Bisher hat sich die Sonne heute leider noch nicht gezeigt, aber dafür ist es trocken. 

Der alte Hafen
Der alte Hafen

Nicht nur die Möwen zeigen Interesse an dem Fischangebot.

Historisches Gebäude am alten Hafen
Historisches Gebäude am alten Hafen
Frische Grube
Frische Grube

Wir schauen kurz am Hafen und machen uns erst mal zielstrebig Richtung Altstadt auf. Der Wasserlauf, Frische Grube genannt, begleitet uns dabei des Weges und verleiht der Stadt das gewisse Etwas. Die Frische Grube gehört zu den ältesten Straßen Wismars. Es ist ein künstlicher Wasserlauf, der den Mühlenteich mit der Ostsee verbindet.
Entstanden um Mitte des 13. Jahrhunderts. Daraus entnahmen die Anwohner ihr Wasser und die Feuerwehr ihr Löschwasser.

Auf dem Weg nehmen wir gleich noch die St. Nicolai Kirche mit.

Blick vom Gewölbe
Blick vom Gewölbe

Ein imposantes Gebäude von außen, doch innen haut es uns nicht vom Hocker. Da haben wir - zwar nicht so hohe - dafür aber schon schönere Kirchen gesehen. Wir wollen gerade wieder raus, als eine Gewölbeführung angepriesen wird. Gewölbe?? Na warum nicht! Wann kommt man schon mal hinter die Kulissen einer Kirche.

Gleich am Eingang wird erst mal eine 2,- € Spende erwartet. Dann geht es über eine Steinwendeltreppe nach oben. Wenn man sich festhalten will, schrubbt man unweigerlich mit den Knöcheln an der Wand lang, so eng hängt ein Seil als Handlauf an der Wand. Aber das nicht genug. Der jungsche Spund vom Führer legt ein Tempo vor, als wenns da oben ´ne Siegerehrung gibt. Mit jeder Stufe habe ich das Gefühl gleich zusammenzubrechen. Natürlich will ich mir nicht die Blöße geben eine Pause einzulegen, zumal die anderen einem am Hacken kleben. Ich verfluche schon, mich auf dieses Abenteuer eingelassen zu haben. Also Zähne zusammenbeißen und durch.

Endlich oben angekommen fragen wir uns, für was diese ganze Strapaze gut war. Durch ein Fenster schaut man auf Wismar, durch ein anderes hat man einen Blick in die Kirche. Das wars, ansonsten halt ein Dachstuhl. Gut, das hier nicht das Leichentuch von Jesu Christi rumliegt war uns schon klar, aber so gar nichts!! Der Führer war auch nicht in der Lage irgendwas Informatives zur Kirchengeschichte beizusteuern.

Außer Spesen nix gewesen! Wir machen uns auf den Rückweg eh die ganze Meute wieder das Tempo vorgibt.

Weiter geht es zur Altstadt. Hunger verspüren wir noch nicht, so haben wir ausgiebig Zeit durch die City zu schlendern. Der große Marktplatz mit seinen alten Schwedenhäusern erinnert an die Geschichte Wismars unter schwedischer Flagge. Es gefällt uns hier, doch den einen oder anderen grünen Fassadenschmuck wie in anderen Norddeutschen Städten würde die Stadt noch liebenswerter machen.


Am späten Nachmittag fängt es etwas zu tröpfeln an und so kehren wir ins Brauhaus ein. Die Speisekarte bietet regionale Küche und die Entscheidung fällt genauso schwer, wie die Wahl unter den vielen selbst gebrauten Biersorten. Zum Schluss haben wir gut gewählt, das Essen ist reichhaltig und lecker und das Bier sehr süffig. Satt und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg. 

Da es mittlerweile aufgehört hat zu pieseln, laufen wir uns die angefressenen Pfunde mit einem ausgiebigen Rundgang durchs Hafengelände wieder ab.

 

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